„Hart wie Stein“

Unsere Top aktuelle Low-Budget-Serie von Peak-Athlet und jürgenreis.com Gastautor Dominik Feischl – Teil VI
Redaktion: Dominik Feischl (Text) und Karl Humer (Fotos)

Ich erinnere mich immer wieder gern an meine Anfänge des Krafttrainings zurück. Es ging schon damals ohne die kostspielige Zugehörigkeit in einem Fitness-Studio. Neben Übungen mit dem eigenen Körpergewicht waren es vor allem „Naturhanteln“, die mich stärker werden ließen. Es benötigt kein teures Gewichteset, um Übungen wie Kniebeugen oder Kreuzheben absolvieren zu können. Denn auch Steine, die im Freien zuhauf zu finden sind, erfüllen ihren Zweck. Wer bisher achtlos an ihnen vorbeimarschiert ist, dem verrate ich einige Gründe, warum er das in Zukunft nicht mehr tun sollte:

Natural Power macht stärker!

1) Vielseitigkeit: All das, was man mit einer Hantel machen kann, ist auch mit einem Stein möglich. Ob Kniebeugen, Kreuzheben, Curls, Rudern, Schulterdrücken oder sogar dynamische Übungen wie der Swing – all das ist auch mit den „Naturhanteln“ machbar. Dazu kann man Steine auch durch die Gegend werfen. Etwas das mit teuren Hanteln nicht unbedingt zu empfehlen ist ;-). Für die optimale Entwicklung von Explosivkraft jedoch eine beinahe unschlagbare Methode. Dazu sind Steine auch für das anaerobe Ausdauertraining nicht zu verachten. Shaolin-Mönche marschieren oft mehrere Kilometer mit Steinen durch die Gegend. Amerikanische Trainer nennen das „loaded conditioning“. Wer schon einmal mit einem schweren Stein ein paar Meter gegangen ist, wird nicht nur die Last auf den Muskeln spüren, sondern auch sehr schnell ausser Atem kommen! Dazu ist der Stein beim Kreuzheben um ein Vielfaches schwerer zu greifen, sprich es ist nicht möglich, ihn in perfekter Haltung mit geradem Rücken, zu heben. Doch gerade das kontrollierte Heben mit leichtem Rundrücken macht die hintere Körperhälfte stärker.

Rohe Kraft und effektives Ganzkörpertraining samt Frischluftbonus!

2) Griffkraft: Steine sind ebenso wie der von mir bereits beschriebene Sandsack aufgrund ihrer Konstitution sehr unkooperative Trainingsgeräte. Weshalb bei jeder Übung zusätzlich immer die Griffkraft ins Spiel kommt. Und die braucht man für alltägliche Dinge wie zum Beispiel Händeschütteln, zum Koffertragen oder Tennisspielen.

3) Kosten: Steine sind überall in der freien Natur zu finden. Und das zum Nullpreis. Ob klein, ob groß, ob leicht, ob schwer – es sollte für jeden Geschmack etwas dabei sein!

4) Richtige Stärke: „Leben ist Bewegung“, sagte ein griechischer Philosoph und dieser weise Mensch wusste das schon lange, bevor es Maschinen für isoliertes Muskeltraining auf Bänken in Fitness-Studios gab. Steine heben dagegen ist eines der allerbesten Möglichkeiten überhaupt, seinen Körper für das alltägliche Leben stark zu machen. Der berühmte Strongman Hermann Görner sah Kraft als Ausdruck in drei Arten:
1) Wieviel man vom Boden heben kann.
2) Wieviel man über Kopf drücken kann.
3) Wieviel man durch die Gegend tragen kann.
All das ist mit Steinen perfekt trainierbar und als mögliche Alternative zu einer Einheit mit Hanteln machbar. Der Effekt ist mindestens derselbe. Dazu kommt die Frischluft-Komponente. Denn mit Steinen in Räumen zu hantieren, ist nicht unbedingt empfehlenswert. Doch gerade die Bewegung in der freien Natur kann so unglaublich stark machen!


Die Koffer für die Freundin zum Bahngleis zu tragen, mag fortan kein grosses Problem mehr sein, wenn man Steine in sein Trainingsprogramm einbaut.


Viel Spaß dabei wünscht,


Dominik Feischl (Peak-Athlet
Bei Fragen gerne zu erreichen unter: d.feischl@nachrichten.at

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