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Peak Athlet des Monats Dominik Hartmann ging seine eigenen Wege zum Erfolg mit dem Peak Prinzip!
Redaktion: Dominik Hartmann

Ein Peak-Athlet des Monats, der nicht nur unglaubliche Leistungssteigerungen hinlegt, sondern auch ausgezeichnet schreiben kann? Diesen „Luxus“ ließen wir uns in der jürgenreis.com-Redaktion natürlich nicht entgehen. Der nun folgende Bericht stammt zu 100% aus der „Feder“ von Peak-Athlet Dominik Hartmann. Wir übernahmen lediglich Satz und Lektorat. Ein Hinweis zum Verständnis: Der in diesem Bericht erwähnte Seminar- und NLP-Trainer Fredy Anwander ist auch für Jürgen Reis seit dem Jahr 2003 als Mentalcoach im Einsatz.


Im März 2006 stand für mich fest, dass ich mich für diesen Sommer in Form bringen wollte. Ein bisschen weniger Fett am Bauch, ein bisschen mehr Muskeln überall. Ich wollte in erster Linie fit sein für die kommende Klettersaison, und das ging nur mit mehr Muskeln bei möglichst geringem Körperfettanteil!

In diversen Internetforen las ich mich etwas in das Thema ein. Die häufigste Antwort auf meinen Plan war: „Entweder definieren oder Muskeln aufbauen! Beides gleichzeitig geht nicht!“ Ich konnte es nicht glauben … zum Glück!

Die erste Maßnahme, die ich dazu ergriff, war lockeres Laufen mit 1kg-Hanteln. Ich lief über ca. 3 Wochen täglich morgens und abends, insgesamt ca. 2,5 Stunden am Tag. Zusätzlich konzentrierte ich mich auf meine Ernährung. Auch hier mussten diverse Foren vorerst als Informationsquelle herhalten und ich entschied mich für eine „Low-Carb“-Ernährung. Zumindest versuchte ich mich so gut es ging daran zu halten … zum Glück!


Klares Ziel: Mehr Muskeln bei möglichst geringem Körperfettanteil

Vom Laufen bekam ich leider, wie auch schon in der Vergangenheit, immer wieder Probleme mit meinem linken Knie (Schrägstellung des Beckens und daher ungleichmäßige Belastung ist lt. meiner Eigendiagnose der Grund dafür). Durch die Zwangspausen begann ich stattdessen mit Liegestütze, Sit-Ups und Dips in einem Bürostuhl mit Fußauflage.



Bald hatte dieses Programm, wieder morgens und abends durchgeführt, das Laufen fast komplett ersetzt. Lediglich 1-2 Laufeinheiten pro Woche standen auf dem Programm.

Und die Erfolge blieben nicht aus. Ich konnte den Fettanteil generell senken und stellte ein Muskelwachstum fest. Langsam aber stetig ging es in beiden Disziplinen voran! So war ich irgendwann am Punkt wo ich ein Adernnetz über meinem Bauch erkennen konnte, aber ich brachte noch dasselbe Gewicht auf die Waage als im März. Ich schätze also, es haben ca. 3-4 kg in diesen 3 Monaten die Seite gewechselt. Ich hungerte nicht und fühlte mich jeden Tag einfach nur super.


Eine Begegnung mit Folgen …

Im Mai 2006, während einer Ausbildung am Wifi Dornbirn, sollte sich dann aber nochmals alles schlagartig ändern. Ich war zu dieser Zeit voll im Training und ernährte mich strikt und trotzdem ausgeglichen. Möglichst wenig Fett und auch Kohlehydrate bei viel Eiweiß, Obst und Gemüse stand auf dem Programm. Ich fühlte mich dabei sehr gut und hatte lediglich an gewissen Tagen mit der kohlehydratarmen Kost zu kämpfen. However …

„Kurze Pause“ ließ unser Trainer Fredy Anwander im Wifi verlauten und ich musste, vom vielen Wasser was ich damals trank (ca. 5-6 Liter täglich), dringend auf die Toilette. Aus diesem Grund war ich es der den Raum als Erstes verließ. Ich öffnete die Türe und vor dieser stand ein Mann welchen ich im Augenwinkel, aus irgendeinem Grund, fokussierte. Ich erinnere mich an einen kurzen Haarschnitt, eine schwarze Softshell-Jacke, ich glaube von Mammut, er war ca. 15 cm kleiner als ich und hatte eine ganz besondere Ausstrahlung. Mit Vitalität alleine gar nicht zu beschreiben. Obwohl ich all dies nur im Augenwinkel wahrnahm wusste ich dass dieser Unbekannte wirklich top-fit war, eher sogar noch fitter.

Als ich zurückkam, fragte ich Fredy, wer das war, ich sah ihn noch weggehen. „Jürgen Reis“ war seine umgehende Antwort, „da hinten liegt sein Buch!“ ergänzte er diese in seinem direkten und ehrlichen Stil. Aus seiner Sicht ein Fehler, denn die nächste halbe Stunde hatte dieses Buch meine vollste Aufmerksamkeit! Danach stand fest, dass ich dieses Buch unbedingt haben musste. Noch am selben Tag bekam ich dieses in einer Buchhandlung und lass es noch am selben Wochenende.

Die Erkenntnisse daraus waren grundsätzlich: Mehr Fett, strategische Kohlehydrate, geringere Wiederholungsanzahl, weniger häufiges, dafür geplantes und periodisiertes Training und einen Ladetag einlegen.


Mehr Nahrungsfett führte zu sofortiger Körperfettreduktion!

Nun gut, mehr Fett war kein großes Problem bis auf das komische Gefühl anfangs, dabei nicht zuzunehmen. (Auch ich konnte wie Jürgen eine unerwartete Reduzierung meines Körperfettanteil direkt bei der Umstellung feststellen. Dieser spielte sich in den folgenden Tagen dann ein uns liegt seither konstant leicht über dem damals erreichten Tiefststand. -> alle Angaben lt. Indikator-Ader am Bauch ;-)

Auch die strategischen Kohlehydrate sollten nicht die große Hürde darstellen. Der Ladetag und die geringere Trainingshäufigkeit waren sozusagen das Bonbon für mich. Was blieb, war die Wiederholungsanzahl. 50 + 50 Liegestütze und 100+100 Sit-ups waren da schon schwieriger zu ändern. Ein Fitnessstudio schied für mich grundsätzlich aus. Also ging ich in ein Sportgeschäft und kaufte Kurzhanteln, Gewichte und eine SZ-Hantelstange. Damit sollten sich meine neuen Ansprüche vorerst erfüllen lassen.


Mit HIT und Intensitätstechniken zum Erfolg

Nach einer ca. 1-wöchigen Eingewöhnungsphase hatte ich die Gewichte pro Übung definiert und trainierte ca. 4-5 Mal pro Woche. Und die ersten Erfolge ließen nicht lange auf sich warten. Ich konnte die Gewichte steigern und verkürzte dabei die Trainingsdauer. Ich trainiere ausschließlich nach der im Buch von Jürgen beschriebenen Intensitätstechnik mit „Dropsätzen“ bei jeweils einem Satz mit 2 Durchgängen. In Ausnahmefällen, wenn mir von meinem Gefühl her einfach nach Vollgas ist, folgt noch ein von mir sogenannter „Pushout“ bei welchem ich mit dem reduzierten Gewicht nach ca. 3 Minuten nochmals wirklich alles gebe.

Mittlerweile haben sich mein Training und die Ernährung perfekt eingespielt und sind für mich zum Alltag geworden. Natürlich verlockt manchmal eine Süßigkeit bzw. ist der innere Schweinehund vor dem Training mehr vorhanden als ansonsten, aber ich bleibe in der Regel hart. Vor allem bei der Ernährung bin ich recht strikt, beim Training weiche ich ab und an auf das Fahrrad oder eine lockere Kletterpartie aus.


Trainingsleistung und Energielevel im Alltag als Maßstab!

Alle Bilder in diesem Bericht entstanden an einem Sonntagmorgen mittels Selbstauslöser, nach einem trainingsfreien Ladetag. Deshalb auch die Bemerkung „ohne Pump-Effekt“! Der Grund dafür ist der, dass ich meinen Peak-Alltag aus 2 Gründen lebe.
  1. Bin ich absolut überzeugt, dass ich das Beste für meine Gesundheit tue, und baue mein Körpergewicht bei vielen Übungen bewusst ein und nehme dafür eine leicht erhöhte Wiederholungszahl in Kauf. Mir ist es sehr wichtig meinen Körper nie zu überlasten und ich bin mir absolut sicher den Einsatz in jungen Jahren im Alter doppelt zurückzubekommen.
  2. Dient mir lediglich meine Kletterei als Maßstab.
Beide Punkte haben für mich nichts mit Effekthascherei zu tun. Es zählen nur Fakten! Meine Gesundheit ist mir zu wichtig um irgendein Risiko einzugehen und die Kletterei ist die einzige mir bekannte Sportart in welcher Glück mit 100%iger Sicherheit ausgeschlossen werden kann und daher die erreichte Leistung mit der Erbrachten direkt messbar ist!


Perfekt definiert bei konstantem Muskelaufbau!

Weiters habe ich noch keinen Tag in meinem Leben Kalorien gezählt oder meinen Körperfettanteil feststellen lassen. Trotzdem kann ich behaupten seit Wochen konstant und für mich perfekt definiert zu sein und dabei weiter Muskeln aufzubauen. Der Prozess ist, wie oben erwähnt, stetig aber langsam. Deshalb bin ich mir auch sicher mit meiner Ernährung richtig zu liegen und dass ich mich auf mein Gefühl gut verlassen kann, was die Menge an Nahrungsmitteln anbelangt. Die Grundlagen der Ernährung werden von mir aber wirklich strikt eingehalten!

Für mich entstand aus diesem Zusammenwirken von Ernährung und Training ein neues Bewusstsein zu mir selbst. Ich liebe das Gefühl gesund zu leben und Fortschritte zu machen und ich bin mir meiner Sache, auch in vielen anderen Lebenslagen, sehr sicher. Heute traue ich mich mit Überzeugung zu behaupten dass diese Veränderung, auch unter Berücksichtigung der mentalen Komponente, welche ich in meiner oben erwähnten Ausbildung genauso wie mit Hilfe von Jürgens Buch sehr verändern und verbessern konnte, eine riesige Bereicherung für mich darstellt.


Auch Urlaub darf sein!

A pro pos Bereicherung: Schon bevor ich das Buch gelesen habe, hatte ich dem Alkohol den Rücken zugekehrt und fand durch Jürgens „keine 10 Euro im Jahr“-Satz nochmals eine Bestätigung und zusätzliche Motivation. Ich trank seither ca. 1 kleinen Radler! (-: Die Ausnahme von dieser Regel sind Urlaube. Im April dieses Jahres war ich für eine Woche in Madrid und scheute weder Bier noch Fastfood. Auch dies tut mir ganz ehrlich gut, und es motiviert beim Durchhalten ungemein denn die Vorfreude (auf den nächsten Urlaub) ist ja bekanntlich die Schönste.

Ca. 1,5 kg habe ich in dieser Zeit zugenommen. „Die perfekte Grundlage für den Wiedereinstieg in den Peak-Alltag!“, war mein persönlicher Konter gegen mein eigenes Gewissen. Mittels Training und Peak-Ernährung hatte ich in 14 Tagen diese 1,5 kg wieder „wegtrainiert“ und konnte in dieser Zeit sogar meine Wiederholungszahl bei den Grundübungen, im Gegensatz zu vor dem Urlaub, bereits wieder erhöhen! Peak sei dank!

Ich denke und hoffe, dass ich allen Lesern vermitteln konnte, dass ich ein wirklich glücklicher Peak-Athlet bin und meinen Spaß am Erfolg und dem Lebensgefühl habe. Sollte ich eine Erlaubnis dazu bekommen, bin ich für ein Update in ein paar Monaten gerne zu haben!


PS:
Ja, ich supplementiere, aber nichts was Jürgen nicht ausdrücklich im Buch empfohlen hätte, und davon längst nicht alles! Daher möchte ich nun auch eine sportmedizinische Untersuchung machen, um mir ganz sicher zu sein, dass alles in den richtigen Bahnen läuft! Auch die Kalorien möchte ich in Zukunft festhalten um genauere Informationen zu erhalten was evtl. etwas besser oder eben schlechter für mich ist. Weiters habe ich Jürgen auf eine Beratung angesprochen da ich aus meinem Training und der Ernährung, und folglich aus mir selber, das absolut Beste rausholen möchte!

PPS:
und ich war noch nie in einer Peak-Phase, bin aber langsam richtig kribbelig mich in eine reinzuwerfen auch wenn ich noch nicht das richtige Ziel dafür gefunden habe!


Natürlich freuen wir uns auf ein Update Dominik! Das Coaching fand übrigens nur wenige Tage, nach dem unser Peak-Athlet diesen Bericht verfasst hatte, statt. Einen weiteren, ausführlichen Artikel dazu finden Sie unter diesem Link.


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