Die nächste Peak-Athleten-Dimension

Sven Albinus beim 8. Trainingslager im 750-Klimmzug-Kletterhimmel :)!?
Redaktion: Sven Albinus

Fotos: Archiv Sven Albinus und www.juergenreis.com

August 2012: Ich fahre nach reichlich Ruhetagen (sehr ratsam, smile ...) offiziell zum achten Mal hoch motiviert nach Peak-Country. Nach dem Check-In im Landessportzentrum Vorarlberg nachmittags, ging es dann wieder wie gewohnt per Power-Walk auf den Karren, den Dornbirner Hausberg – eine angenehme aktive Regeneration von der sechsstündigen Autofahrt. Dankenswerterweise ist die Seilbahn außer Betrieb und so kann ich auch den Rückweg – diesmal allerdings easy going – zu Fuß in der Natur genießen. Einem perfekten Kämpfer-Dinner on the road folgen 10 Stunden Peak-Athleten-Tiefschlaf und die Vorfreude auf die kommenden Tage wächst und wächst ... berechtigt – denn die sollten es wirklich in sich haben.

Per Filmmusik-Klassiker in den Peak-Athleten-Tag

Bereits 5:25 am nächsten Morgen, also 5 Minuten bevor der Wecker meines Smartphones mit „Hummel get the Rockets“ aus dem Kult-Film „The Rock – Fels der Entscheidung“ normalerweise den Tag eröffnet, springe ich hellwach aus meinem Bett. Die innere Uhr funktioniert also auch hier präzise wie ein Qualitätsuhrwerk aus der benachbarten Schweiz (smile). Nach dem obligatorischen Koffein-Schub geht es zum Warm-up in die Dornbirner „Naturtrainingsfitness-Zone“ am Stadtfluss Ach, direkt hinter dem Landessportzentrum. 30 Minuten leichtes Joggen inklusive diverser Liegestütz- und Beugestützvarianten an Bänken eröffnen also wie üblich einen perfekten Trainingstag.

6:30 treffe ich wie verabredet Jürgen in der Turnhalle des Landessportzentrums. Gemeinsames Aufwärmen mit verschiedenen Turnübungen, Seilklettern und ersten Leistungstest am Campusboard und Entre Prises „Training Board by the Petit brothers“ lassen für diesen Tag Großes erwarten. Auch Jürgen sieht sich mit seinem strategischen Coaching auf dem richtigen Weg, denn gegenüber dem letzten Besuch habe ich enorme Fortschritte zu verbuchen, in allen Disziplinen!

„Nur wer das Unmögliche versucht, kann das Mögliche erreichen“

Bereits in der Vorbereitung auf das Trainingslager offenbart mir Jürgen, dass wir am ersten Tag noch nicht in der K1 Kletterhalle Dornbirn attackieren, sondern ins Kletterzentrum Imst fahren. Die Halle dort kenne ich zwar schon von eigenen Besuchen im Winter, aber nicht die neue Outdoor Anlage, die obendrein mit den Qualifikation- und Finalrouten des letzten Weltcups aufwartet. Ein besonderer Ansporn, selbstverständlich auch für Coach Jürgen.

Nach den gängigen Aufwärmtouren bis in den unteren 9. UIAA-Grad, ermutigt mich Jürgen doch einmal in eine der Weltcup-Qualifikationsrouten einzusteigen. Getreu dem Motto: „Wenn Du schwer klettern willst, dann klettere auch schwer“ oder mit anderen Worten ausgedrückt „Nur wer das Unmögliche versucht, kann das Mögliche erreichen“ – nur so wird man seine Grenzen verschieben.

Das inzwischen teilweise anwesende Österreichische Nationalteam (speziell das der Damen) wirkt natürlich als zusätzliche Inspiration und Motivation. Auch wenn es mit Sicherheit bis zum Top solch einer Route noch ein weiter Weg ist, bleibt die Erkenntnis: Ja, es gibt noch viel zu tun, aber und das ist und war das Entscheidende an dieser Erfahrung, es ist nicht unmöglich – auch für mich nicht! Eigenartiger Weise wird in Weltcup-Touren auch nur mit Wasser gekocht. Wenn auch mit etwas anderer Temperatur … (smile).

Rest days are the (sometimes) best days ...

Diese Aussage ist sehr wohl in Kletterkreisen bekannt, wird aber oft mit ausschlafen, chillen und unkontrolliertem Nichtstun gleichgesetzt (smile). Nicht so aber in Peak-Country! Pünktlich 7:30 treffe ich mich mit Jürgen im Landessportzentrum Vorarlberg zu einer ausgiebigen Stretching-Einheit. Danach folgt ein lockerer und regenerativer Lauf zur Hauptzentrale des Bio-Bäckers Bischof in Haselstauden.

Frisch eingedeckt mit Dinkel-Croissants und Dinkelbrot für das abendliche Kohlenhydratloading geht es zurück in den Kraftraum vom Landessportzentrum Vorarlberg. Dem 1 1/2 stündigen, propriozeptiven Workout folgt einer der zahlreichen, obligatorischen (und übrigens im Pauschalpreis inkludierten) Coaching-Walks, die Jürgen immer wieder gezielt zur direkten Beantwortung aufkommender Fragen in solche Trainingslager einstreut. Dessen „Endstation“? Das Power-Quest.cc Hauptquartier, welches übrigens ebenfalls nur einen Steinwurf von Dornbirns Stadtfluss-Naturgebiet samt „Laufmeile“ & Co. liegt! Hier entseht nach einem einstündigen autogenen Training und einer kurzen Vorbesprechung bei leckerem Clarence Bass Cappuccino der neue Trainingslager-Special-Podcast Nr. 406.

Auch wenn wir hierbei wie immer viel Enthusiasmus und Spaß haben, sind wir danach bereits wieder gierig nach frischer Luft. Schnell ist das Handtuch und die Badehose gepackt und wir radeln gemeinsam an der Ach Richtung Waldbad Enz. Neben einigen regenerativen Bahnen im erfrischenden Nass treffen wir u.a. Mr. Peak-Country Richard Rzipa (Podcast Nr. 350). Zufälle gibt es einfach nicht … (smile).

Früh abends, zurück im Landessportzentrum Vorarlberg, bereite ich mein im „Quick-Fix-Style“, kohlenhydratbasiertes Kämpfer-Dinner vor. Genüsslich lasse ich den Tag noch einmal Revue passieren und stimme mich mit einem der zahlreichen Kletter-Podcasts auf Power-Quest.cc auf den morgigen Trainingstag mit Jürgen in der K1 Kletterhalle Dornbirn ein.

A-Tags-Freigabe trotz leichter Vorermüdung bereits nach den ersten Leistungskontrollen!

Wie gewohnt startet mein Tag hier mit einem Lauf rund um die Dornbirner „absolutely blue Zone“, das Naherholungsgebiet am Stadtfluss Ach. 6:20 treffe ich mich wie immer pünktlich am Landessportzentrum Vorarlberg mit Jürgen und bei Bon Jovis Trainingsmusik-Spirit gelingen die ersten Leistungskontrollen, bzw. die A-Tags-Freigabe von Jürgen, trotz leichter Vorermüdung vom Mega-A-Tag an der Weltcupwand in Imst 48 Stunden zuvor: Seilklettern, Windfahnen an der Sprossenwand, der „Minileistenhaltetest“ an der kleinsten Entre Prises Machine-Board Leiste und ein persönlicher Rekord am Campusboard klappen auf Anhieb! Zum Abschluss dürfen natürlich einige Koordinations- und Körperspannungsübungen via Gymnastikball immer sein :).

9:00 wieder pünktliches Treffen in der K1 Kletterhalle Dornbirn. Nach kurzem Slagline-Warmup bin ich kurz nach 9 Uhr am „scharfen Ende“ des Seils. Bei Rekordtemperaturen trotz früher Stunde stehen qualitative, jedoch auch mental absolut „Anti-Ego-aufbauende“ Anläufe in knallharten Kraftausdauerrouten, zumeinst im 9. UIAA-Grad oder darüber auf dem Programm.

„Quality is King“ – so qualitativ wie möglich!

Gemeinsam mit Jürgen bleiben wir bei „Quality is King“ ... zerstören wäre heute ein Leichtes gewesen. Doch mit der Erinnerung an Andreas Bindhammers Grundsatz „so qualitativ wie möglich“ beißen wir uns durch. Vor- und während der Einheit gibt es During Workout Snacks via Dinkelcroissants und viel Wasser. Doch sind 4 Stunden Haupt-Workout an diesem Tag einfach genug …

Mittags geht es dann ins Peak Elite Academy Hauptquartier zurück und für uns beide heißt es nun „Je 10 Minuten an den PC und Quickmailcheck“. Danach genießen wir gemeinsam den von Jürgen vorbereiteten Kämpfer-Snack (ca. 50% Protein, 150 kcal, Süßgemüse, Supplemente ... ES DARF PERFEKT SEIN).

Via 750-Klimmzug-Session in den Kletterhimmel ...

Danach folgt eine gezielte Sport-Mentaltrainingseinheit via geführter Tiefenentspannungs-CD. Jedoch im Gegensatz zum Vortag ohne in eine unkontrollierte Alpha-Phase der Entspannung abzugleiten, sondern bewusst wach zu bleiben ... denn …

... um 13:20 gibt’s via Jürgen einen frisch gekochten berühmt-berüchtigten „Clarence Bass Cappuccino“ serviert und los geht’s mit den ersten Klimmzüge eines 2 ¼ stündigen Dmitry Sharafutdinov Workouts (Boulderweltmeistersystem lt. Peak-Time 2 Manuskript, welches ich am Restday übrigens ebenfalls lesen durfte!). Die perfekte Aussicht auf die „Laufpiste des Venice Beach Mitteleuropas“, den Flussdamm, sowie das Flussbett, sorgen für etwas positiv(st)e Ablenkung in Satzpausen. Immer wieder hübsche Ladys, ob joggend auf dem Damm oder badend im zahmen Stadtfluss.

Auch die „Happy Day CD“, wie Jürgen seine Trainingsmusikzusammenstellung nennt, liefert „Auftrieb“. Dennoch: Das Russenworkout bleibt, trotz „Traumbalkon“ und freier Sicht auf die Schweizer Alpen samt Säntis ... KNALLHART und LANG. Gemeinsam pushen wir uns durch 750, lt. „russischer Vorgaben“ getimter und präzise systematisierter Griffbalkenklimmzüge.

Mit Dinkelcroissant noch MEHR Milchkaffee zum finalen „Diagonalstrich“

Zwischendurch gibt’s Dinkelcroissant (brüderlich geteilt :)) und noch MEHR Milchkaffee.
15:25 Der finale „Diagonalstrich“ im dritten „5er-Block“ auf dem Trainingsjournal fällt und somit sind die anvisierten 750 Wiederholungen erreicht! Meine Augen schwanken zwischen enormer Ermüdung und wieder aufflackernder Energie aufgrund des Geleisteten. Ursprünglich wollte ich bereits bei 250 aufhören. Doch ich zog durch und bin wohl auch von mir selbst absolut überrascht und zurecht begeistert. Auf ein kurzes Cool-down gönne ich mir vor der Heimfahrt noch eine Dusche. Gemeinsam checken wir um 16 Uhr aus, worauf hin ich Jürgen ins Waldbad Enz verabschiede.

Um 22:00 ist dann auch für mich „Bettenhausen“ erreicht und dieses 8. Trainigslager in Peak-Country auch offiziell beendet. Die nächsten 10 Stunden Tiefschlaf sind mehr als verdient.

Auch wenn nicht als Teilnehmer, letztendlich freue ich mich nun auf meine ganz persönlichen kommenden Rockmaster-Wochen in Arco.

„Danke für den nächsten Level Jürgen!“

Anm. d. Red.: Sie sind, wie Sven Albinus Sportkletterer, ein naturaler Bodybuilder wie der dt. Vizemeister Leon Schmahl oder ein Fitness-Sportler, der in Peak-Country ganz einfach Seite an Seite mit Jürgen Neuland erkunden und den nächsten Level entdecken will? Weitere Informationen, zu exklusiven Trainingslager-Tagen, sowohl für Kletterer als auch für Athleten sämtlicher anderer Disziplinen, gibt’s unter www.Power-Quest.cc/Trainingslager.

Eine interessante neue Dienstleistung, die des „Coaching-Walks“ könnte quasi als Kurz-Trainingslager ebenfalls bereits entscheidende neue Horizonte aufzeigen ... nicht nur des Zanzenbergs (Mt. Peak-Prinzip) wegen :)! www.Power-Quest.cc/coaching-walk informiert!
Last, but not least: www.Power-Quest.cc/coaching informiert über alle Details einer persönlichen Private-Coaching Zusammenarbeit direkt mit Jürgen.
Bei Fragen steht unser Team via www.juergenreis.com/kontakt gerne zur Verfügung.



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