„Ich bleibe Profisportler, mindestens bis 2019“

Jürgen Reis im Exklusiv-Interview mit Peak Power Co-Autor Niels Karwen. Der aktuelle Ziele-Bericht, frei nach dem Motto „Ein Kämpfer geht niemals – er wird hinaus getragen“
Redaktion: Niels Karwen
Fotos: Kurt Hechenberger, Mag. Sebastian Nagel, Ing. Thomas Moosbrugger, Andreas Winder, Archiv www.Power-Quest.cc / www.juergenreis.com

Liebe „Dudenprofis“ und Rechtschreibexperten! RICHTIG, wir sind auch ein Verlag und Jürgen Reis schrieb mit dem Autor dieses Berichts, dem Kieler Peak-Athlet Niels Karwen gemeinsam sein zweites Werk Peak Power. Doch entstand dieser Newsbericht unter etwas anderen Bedingungen, als (hoffentlich) jedes Buch. Die gleich folgenden Zeilen sind eine Direktmitschrift eines Telefonats, welches Niels Karwen gestern via Jürgens viel zitiertem Coachinghandy in Empfang nahm. Und da wir euch möglichst SOFORT mit brandaktuellen NEWS versorgen: Hiermit Lektorats-, und Finetuningfrei ... quasi live on tape zum Mitlesen! Wir sagen nur: Spannender und lebendiger geht’s nicht mehr! Und alle die es besser können (wollen) ... erst in der kurzen Zeit nachmachen bzw. nachschreiben, Jürgens Bücher nach der Rechtschreibqualität beurteilen und ... DANN eine „nette“ E-Mail senden ;)! Danke im Voraus für die „Toleranz“ und viel Spaß!

Letztes Jahr durfte ich dich ca. zur selben Zeit zu deinen Zielen interviewen. Und ja, ich weiß, du hast es auch in den Folgeinterviews mit Eva Pinkelnig (Anm. d. Red.: Bitte die Links am Ende dieses Newsberichts beachten!) immer wieder aufs neue betont ... das GANZE Jahrzehnt als Profi, das hattest du im Visier. Also: Wir schreiben den 19. Februar 2011. Wieder ist ein Jahr vergangen und du kommst noch immer so motiviert und voller Pläne daher, dass man sich fragt: Wie lange will bzw. KANN der denn dieses beständige „Super-Peak-Tempo“ noch weiter gehen? Jedes neue Jahr mit neuen Projekten, Podcasts und vor allem Kletter-Wettbewerben, bei denen du gegen 17-Jährige antrittst.
Niels, was hattest du denn anderes erwartet? Ich bin so „tief“ in meinem Sport bzw. meinem realisierten Lebenstraum drin, wie noch nie zuvor. Die Sponsoren sind und bleiben mir treu, ein gewaltiger Erfahrungsschatz ist da, meine mentale und physische Power ebenfalls. Wieso sollte ich da „weg“ sein? Zudem, da gerade das Stichwort „Sponsoren“ fiel: Gleich ein erstes riesen großes DANKESCHÖN: Meine Familie, das Top-Umfeld, die Förderer, die Betreuer, meine Coaches, etc. ... Niels ... es war alles noch nie so genial wie momentan! Weißt du was? Das bedeutet im Klartext: Selbst wenn ich 20% schwächer wäre als vor einem Jahr, und nicht noch immer, wie jetzt bei diesem Interview, die Weste mit den für mich „magischen Logos“ tragen würde ... Weiterklettern und mein bestes bei den Wettkämpfen geben, wäre mein Gedanke vor jedem ersten, morgendlichen „Power Jump“! Warum sollte ich etwas ändern, wenn ich das mache, was mir am meisten Freude bereitet?

Na vielleicht, weil sich im Alter mal der Fokus verschiebt, und neue Herausforderungen anstehen? Mal anders herum gefragt: Musst du mehr Zeit aufwenden, um noch immer auf internationaler Ebene anzutreten, oder warst du in der Zwischenzeit auch mal wieder mit dem Motorsegler oben?
Wow! Das ist der Grund, warum ich unbedingt DICH als Interviewpartner für diesen Newsbericht haben wollte Niels. Der Adrenalinspiegel in mir kommt soeben in Schwung ;). Also ... ALTER? Ich bin 34!? Und JA! Der Fokus hat sich verschoben: Ich bin mental noch härter meinen Zielen auf den Fersen. Falls du mit dem Motorsegler auf das Thema „Freizeit, Familie und Facility-Management“ hinaus willst, kann ich nur sagen, dass ich alles für mich gerade nicht aktuelle aus meinem Kopf verbanne. Doch vergesse ich beispielsweise nie mehr den Flug, den wir bei deinem Trainingslagerbesuch in Dornbirn gemeinsam unternahmen. Das Bild in diesem Bericht, hat es, mit gutem Recht, auf die ersten Seiten in Peak Power geschafft. Doch natürlich verzichte ich auf nichts. Bloß stellte ich fest, dass weniger manchmal mehr ist. „Been there, done that!“, so würde es wohl mein US-Coach Marty Gallagher auf den Punkt bringen. Die Privatpilotenfliegerei war mir primär zu zeitraubend. Jedoch bin ich an meinem Flugsimulator mittlerweile viele bedeutende Flughäfen angeflogen, und du wirst es bei deinem nächsten Besuch sehen, bzw. erleben ... Was das Fluggerät angeht: Motorsegler, Boeing 747-400, Pilatus PC12 ... Du hast die freie Wahl ;)! Zudem profitierten Power-Quest 2 Leser via einem „Flugsimulatorgestütztem Mentalkapitel“ doppelt davon. Doch Fazit ist: Effizienz und dafür genau das zu tun, was ich liebe und am liebsten mache, ist ein wesentliches Prinzip meiner Lebensplanung.

In der Sprache der Zeitmanager gesprochen bist du in erster Linie ein Meister der Priorisierung, d.h. du weißt immer genau, was JETZT das wichtigste ist. Wie wägst du das ab? Ist das eine Kosten-Nutzen-Kalkulation, oder wonach richtest du deine Ziele aus?
Niels! Ich lebe auf sportlicher Ebene in einer paradiesischen Situation. Und hiermit an alle, die mir das ermöglichen gleich ein zweites, riesengroßes DANKESCHÖN. Denn die Sportstadt Dornbirn bietet mir wirklich absolut alles, um mich optimal meiner Passion zu widmen. Hervorragende Sportanlagen, die Leistungszentren (Landessportzentrum Vorarlberg und Magic Fit Dornbirn) in der Nähe, eine der modernsten Kletterhallen quasi in der Entfernung des Bio-Bäcks. Nicht zu vergessen: Das kleine, feine „Hauptquartier-Trainingsgelände“, welches via Dominik Feischl, sogar für YouTube verfilmt wurde, und neben mir schon etliche meiner Coachies mit knallharten Workouts „beglückte“. So wurde das Auto überflüssig. Ich hab den Wagen abgeschafft, weil ich ihn nicht brauche. Und weil ich durch die kleinen „Bonusmeilen“ mit dem Fahrrad, dem Mountainbike oder dank meiner ASICS-Flügel kostenlos meine Form verbessere. In Sachen Ziele solltest du mich mittlerweile doch schon etwas besser kennen: T.E.S.W., Train, Eat, Sleep, Work. Mein Training, von etwa 6 bis 7 Stunden täglich geht an erster Stelle vornan in der Prioritätenplanung. Dieses „T.“ wird flankiert durch eine durchdachte Ernährung bzw. dem „E.“, mittels einer Kämpfer-Diät, welche für mich Teil einer perfekten Regeneration darstellt. Klar: Mit Döner und Waffelmischung bleibt niemand lange in Form. Und das „S.“ gehört ebenso zu meiner „Running Systems Formel“: Will heißen 9 bis 10 Stunden „Murmeltier Jürgen“ sind normalerweise täglich fix „gebucht“!


Und wann arbeitest du dann bei einem derart hohen Trainingsaufkommen und deiner permanenten Mobilität zwischen den Trainingsorten?
Ich nutze den Tag. Das eben zitierte Murmeltier geht vor 20 Uhr in die Schlafstarre, steht dann aber auch um ca. 5 Uhr morgens zum Morgenkardio auf. Meine beste Zeit für harte Trainings-Sessions oder für anspruchsvolle Arbeiten kommt danach. Natürlich optimiere ich und kombiniere, was zu kombinieren ist. Ich kann einen Podcast vor meinem inneren Ohr durchgehen, während ich z.B. das Kämpfer-Dinner vorbereite. Ich kann im ÖBB-Zug lesen oder schreiben und jede Stunde, in der ich nicht die Hände an den Klettergriffen oder den Hanteln habe, lässt sich mit dem Headset am Ohr auch für ein Coachingtelefonat nutzen. Was „Geselligkeiten“ oder generell die Öffentlichkeit angeht, bin ich jedoch wohl „rarer“ denn je „zu haben“. Meine Coachies „bekommen“ mich natürlich, wie auch du Niels, absolut fokussiert, und zu fix vorher vereinbarten Zeiten. Ansonsten reise ich, auch was die Bahn angeht am liebsten ungestört in der ersten Klasse. Das ist nur ein Beispiel von vielen. Nur so ist die „qualitative Kombination“, wie ich es nennen möchte, teilweise möglich. An der Kletterwand allerdings und in den Workouts ist meine Konzentration 100% bei den kommenden Sekunden, sonst wird’s gefährlich.

Da sagst du was: Als ich damals eine Coaching-Mail schrieb, welche du recht scharf kritisiert hast, ahnte ich wohl, dass ich wieder einen Schritt zurück machen würde. Rückblickend ist „man“ immer schlauer. Denn eine Woche später war ich verletzt. Nun könnte man sagen ich denke nicht wirklich positiv. Kannst du dem Gedanken, sich mental auf Schwierigkeiten einzustellen denn gar nichts abgewinnen? Dennoch zeigte sich deine „Retourkutsche“ auf meine, zugegeben negativ, die Verletzung quasi heraufbeschwörend formulierte Mail rückblickend als korrekt: Die ganze „Krise“ war für mich nur halb so wild. Der Grund: Ich habe Vertrauen darin entwickelt habe, dass alles was ich mir erarbeitet habe auch nach einer verletzungsbedingten Trainingspause schon bald wieder voll da ist, wenn ich weiter am Ziel dran bleibe und gebe, was ich kann. Wie gehst du mit Risiken um? Blendest du sie aus?
Nein, das Verletzungsgespenst klettert und trainiert mit mir. Nur, dass ich es nicht in meinen Kopf lasse. Ich weiß, dass ich trotz absoluter Fitness und Konzentration in einer Situation Pech haben kann, und das weitreichende Konsequenzen mit sich bringen würde. Aber das geht allen Sportlern so, und deshalb verschwende ich keine Zeit mit „könnte, wäre, hätte“. Dennoch, wie auch der vergangene Sommer zeigte: „Shit happens“ – aber glücklicherweise viel seltener, wenn das Training professionell vorbereitet, ideal aufgewärmt, und konzentriert vollführt abläuft.

Ja, du hast recht: Ich habe aber vor allem drei Einsichten durch das durchziehen meiner Workouts gewonnen. Erstens: ob auf der Straße, im Gym oder beim Nase putzen – Verletzungen entstehen meistens durch Ablenkung von dem, was man gerade tut. Zweitens: du wirst Unfälle nie ganz ausschließen können, und dies darfst du auch nicht, sonst geht Dankbarkeit verloren für die guten Stunden in denen der Körper dein ultimativer „Erlebnis-Anzug“ ist. Drittens: Schone deine Knochen, fordere deine Muskeln, Bänder, Sehnen und die Durchblutung. Siehst du das genau so?
Du hast meine Antwort gehört: Bei mir gibt’s dennoch Restrisiken, trotz all der peniblen Vorbereitungen und selbst bei 100% Konzentration beim Klettern und in den Workouts. Extremste Belastungen und Hochleistungssport sind de facto manchmal riskant. Mit der Dankbarkeit liegst du aber absolut richtig! Dass ich nach dem Handbruch 2003 erneut so stark an der Kletterwand werden konnte, wie vor jenem Unfall, ist ein Geschenk, dessen ich mir sehr wohl bewusst bin. Bereits vorher, doch seit dieser Zeit erst recht, habe ich mir angewöhnt, nach jeder A- oder B-Tags-Einheit ein kleines (oder großes) DANKESCHÖN „nach oben“ zu geben.


Noch einmal zum Thema „Grenzen“. Du hast mir in einer Mail einmal geschrieben. „So lange als möglich, bleibe ich Wettkampfkletterer!“. Vergisst du da nicht die jüngeren Athleten, die nicht auf dich warten? Oder meinst du damit, dass du nicht glaubst, die erwähnten 20% verlieren zu müssen? Würdest du drauf wetten?
Ach, du weißt doch, wie ich das meine: Hier sind wir erneut beim Thema Ziele. Da wächst natürlich eine Generation unglaublich starker und talentierter Jungs und Mädels heran, aber Kletterwettkämpfe an sich machen mir Spaß genug! Ich bin top in Form, bleibe weiterhin, mit Leib und Seele, an der Kletterwand und ich träume nicht von Frührente. Im Gegenteil: Letzte Nacht hatte ich konkret einen „traumhaften Traum“ einer Schlüsselpassage einer Klettertour, welche ich, knapp aber doch, SCHAFFTE! Inklusive Kampfschrei und Herzklopfen nach dem aufwachen und dem genussvollen wieder einschlafen. Also immer noch wie als 17-Jähriger ;)! Ich glaube, dass ich bei meiner jetzigen Form und der Entwicklung der vergangenen 5 Jahre noch locker 9 bis 10 Jahre bei nationalen Wettkämpfen mit für mich zufriedenstellenden Leistungen dabei sein kann. Das würde aus meiner Sicht sehr wohl die, zugegeben provokante, Überschrift dieses Zielberichts rechtfertigen. Und JA! Du hast richtig gehört: Auch „nur“ National ist inzwischen für mich so gut wie das, was zu meinen Anfangszeiten der Weltcup war. Vergiss nicht: In der Vorjahres-IFSC-Teamwertung war Österreich immerhin weltweit führend! Ich vergleiche mich deshalb auch nicht mit David Lama oder Jakob Schubert, das ist klar. Das haben wir auch schon in meinen Büchern dezitiert besprochen Niels. Doch ich klettere, so seltsam es klingen mag, selbst bei Wettkämpfen für mich und gebe mein Bestes. Das reizt mich, dafür fighte ich. Und dennoch: Competition bleibt Competition und auch ich ein „immer-hungriger Wolf“, in solchen Situationen! Wenn die Jungen angreifen wollen, dann müssen sie weiter als ich die Wand hoch. Und zwar an „Tag X“ und nicht etwa beim Training! Die Rangliste zeigt die Endabrechnung. Oder wie du so gerne zu sagen pflegst Niels: „Die Toten werden am Ende gezählt.“

Also kein Umstieg in die Seniorenklasse Sport-Klettern?
Darf ich ein wenig „kritisch gemein“ sein? Denn wenn du dich genauer über das Wettkampfklettern informiert hättest, wüsstest du, dass es so etwas in meiner Sportart nicht gibt. Und selbst wenn ... Ich würde (und werde) so lange in der allgemeinen Herrenkategorie antreten, wie es eben geht, und ich Freude daran habe. Alles andere ist für mich keine Herausforderung. Du würdest das doch auch nicht wollen: Oder gehst du an Orte zum Angeln, die einfach erreichbar sind und an denen die Fische schon am Strand rumliegen? Wohl kaum. Kämpfen bedeutet für mich dann, wenn es hart wird, noch härter zu sein!

Stimmt, und ich kann Dir aus der „40+Perspektive“ eines sagen. Auch wenn ich kein Francois Benfatto (53), Dexter Jackson (41) oder wie der vor kurzem, nach 96!!! topfit gelebten Jahren, verstorbene Jack LaLanne bin: Scheinbar ist es nicht anders als mit alten Autos: Es gibt welche, die sind 60 Jahre alt, sehen fantastisch aus, und schnurren wie Kätzchen. Warum? Weil ihr Besitzer sie immer gut behandelt hat. Als ich 22 Jahre alt war, da hab ich mir vorgenommen, bis ich 27 bin zu wachsen. Als ich 27 war wollte ich bis ich 35 bin wachsen. Jetzt bin ich 41 und denke wie damals – nur ohne Limit-, weil ich weiß: Ich werde immer irgendwie wachsen, immer irgendwo besser werden, aber auch immer altes gegen neues tauschen. Klartext: Ich habe über die Jahre gelernt, wie viel Regeneration ich brauche, wie ich mich richtig warm mache, welche Dinge mir seitens der Ernährung gut tun, und wie ich die schlimmsten Fehler umgehe. Das macht mich vergleichsweise erfolgreich. Wer rennt denn mit 41 mit 10% Körperfett und stabilen Laborwerten durch die Gegend? Nicht die Gyros-Piraten, Zündschlüssel-Rocker und Wochenend-Helden, sondern ich, der Fahrrad fahrende, Treppen springende junge alte Mann. Aber wer befragt hier wen? Ich wollte ja deine Meinung, und nicht anders herum. Also: Was können wir von Jürgen 2011 erwarten? Peak-Peak? Einen Video-Podcast? Einen Titel? Neuigkeiten aus den USA? Dein Terminkalender ist doch sicher voll oder?
Zuerst zu den „Evergreen-Stars“. Auch in meinen Sport gibt’s davon mehrere: Die Interviews mit Weltmeister Salavat Rakhmetov (GOLD-Podcast 108) oder Evgeny Ovchinnikov (GOLD-Podcast 227), mit seinen zwei Jahrzehnten als Weltcupkletterer, kennst du ja. Das sind auch in meinem Sport für mich 100%ige Vorbilder und bleiben „ewige Sieger!“. Ebenso wie Yuji Hirayama, welchen ich in meinem dritten Buch Peak-Time beschrieb: Ein Bild, das auch in Power-Quest auf Seite 210 zu bestaunen ist, hängt als gedruckte Farbfotografie in Übergröße an meiner Mentalwand und jeden Morgen fällt mein Blick darauf und ... Jack LaLanne? Hey Niels, sein, von ihm handsigniertes Foto, erblicke ich täglich im Büro und ... du ahnst ... „irgendjemand in mir“ befiehlt nur: „Weiter geht’s, und zwar mit 200% Passion für ALLES, was du tust Jürgen ;)“! Und klar: Auch Du oder mein Freund Thilo Pasch, zeigen mir anhand überzeugender Erfolge und TATEN laufend, wie ein Leben mit und für den Sport mit 40+ auszusehen hat! Zu den Reisen ins Ausland: Diese werden sich zwar auf Trainingslager oder Wettkämpfe beschränken, sind aber für mich ebenso Teil eines tollen Daseins für und mit meiner Hauptpassion: dem Sport! Ich hatte im letzten Jahr so viele geniale Begegnungen, und die Zeit in den USA mit Clarence Bass (Winter 2007, Sommer 2008 und Januar 2011) oder Marty Gallagher, Pavel Tsatsouline, etc. (2009) war, jedes Mal aufs Neue, schlichtweg irre. So etwas gibt mir, genau wie der Peak-Time-Sommer 2006, welchen ich mit meinem Vater in Asien verbringen durfte, oft Energie über Jahre oder besser für ... ein TÄGLICHES, dauerhaft motivierendes T.E.S.W. und noch einmal T.E.S.W.+200% P. ;)! Und zwar auch zukünftig in dieser Reihenfolge. Will heißen: Training, Trainingslager Wettkämpfe zuerst. Das „E.S.W“ folgt, wie bereits vorhin beschrieben, postwendend. Und zu den Projekten: Der Podcast ist auch dank Dominik Feischl, Eva Pinkelnig & Co. Europas erfolgreichstes, kostenloses „Fitness-Internet-Radio“ und macht mir irren Spaß. www.Power-Quest.cc wird, sofern aufgrund der gigantischen Downloadzahlen und extrem gestiegenen Provider- und Wartungskosten weiterhin finanzierbar, voraussichtlich kostenlos Woche für Woche live on tape bleiben. Und da ich bei alledem erfahrener und zunehmend effizienter geworden bin, wird garantiert weiter an einem sechsten Buch gearbeitet. Dieses Print-Projekt ist jedoch noch nicht spruchreif. Zum einen denke ich, haben die meisten mit meinen fünf, bereits erschienenen Bücher, und/oder den Hörbuch-CDs zum Peak-Prinzip genug zu tun. Alle die es dennoch bereits „wissen wollen“ bzw. sich bereit fühlen. Die Kämpfer-X-Split-Fortsetzungen, die Kämpfer-Diät 3.0-Feinschliffe, sowie einige neue Mentalstrategien stehen exklusiv meinen Coachies zur Verfügung. Und genau diesem Coachingteam widme ich beim „W.“ oberste Priorität. So bin ich einerseits zwar ausgelastet, doch bleibe ich Herr meiner Termine. Fazit: Ich kann noch fokussierter meine Wettkämpfe, bzw. die Vorbereitungen darauf, angehen.

Da will sich wohl einer das Denkmal „Work- und Sportaholic 2011“ errichten, was?
Da habe ich keine Ambitionen. Titel und Denkmäler in allen Ehren. Auch die Sportlerehrung der Stadt Dornbirn, wo ich 2011 evtl. zum 12ten mal „antreten“ darf, freut mich jedes mal aufs Neue riesig. Aber ich habe einen für mich schlichtweg ... SORRY! ... aber „traumhaft genialen“ Freiheitsgrad, sind die für mich soeben passenden Worte, erreicht, den mir nur der Spaß an der Sache bzw. dieser immer präsente FLOW bieten kann. Das mit der Statue erinnert mich nur jedes Mal an das „NO-Happy-End“ in der ersten Hälfte des Films Rocky, Teil III. Erst nachdem Rocky sein Denkmal in Wort und Tat als wertlos erkennt und „abhakt“ (Film anschauen, und ihr wisst, was ich meine!) beginnt der „Gewinnerpart“ des Films. Soweit will ich es gar nicht kommen lassen! Sollte ich die größte Statue und den höchsten Titel tauschen müssen gegen das adrenalingepushte Herzklopfen und die feurige Stimmung bei einem Wettkampf, so würde ich, wenn nötig, tausendmal den letzten Platz machen. Und zwar „nur“, um erneut die adrenalingeladene Atmosphäre in der Kletterhalle, die auf mich wartende Wettkampfroute, und die Minuten an der totalen Action genießen zu dürfen. Nein, applaudierender Zuschauer spielen, mag sicherlich „nett“ sein, bricht aber wohl jedem Vollblut-Wettkampfkletterer das Herz. Machen ist seliger denn zuschauen oder „mal gemacht haben“!


Okay Jürgen ... Aber ein Durchschnittsbürger wird dich zwangsläufig nicht nur als ambitioniert ansehen: Normal ist was anderes. Du absolvierst Trainingseinheiten von Weltklasseniveau, und du bist vom Kletterschuh bis in die Haarspitze durchorganisiert. Ich habe, was das angeht, ja meinen Weg gefunden obwohl ich Freizeitsportler bin. Zugegeben: Auch ich werde laufend von Arbeitskollegen um meine Fitness, dem „so-gut-wie-nie-krank-sein“ oder um meine 9 Stunden Schlaf beneidet. Aber was sagst du dem gerade aus seiner Winterdepression erwachten Mann von Mitte 40 der nen Körperfettanteil von 19% hat und keine zwei Kilometer joggen kann. Jürgen's Hardcore-Hirnflex-Doppel-Quad-Split-Ultra-Low-Doppelt Monsterpläne werden diesen wohl fürs erste überfordern. Und in deinen Tagesplänen sieht er, wie ich selbst anfangs, eher einen Sportmönch, als jemanden mit solcher Lebenspower! Also: Was ist mit den Einsteigern bzw. speziell mit Leuten, denen großen „Anfangshürden“ im Weg stehen?
Naja erst einmal gilt es, sich mit dem Thema eingehend zu befassen. Auf unserer Homepage gibt es dutzende Seiten an Lese- bzw. Hörproben und Rezensionen (Anm. d. Red.: Siehe z.B. Newsbericht zu Power-Quest 2 oder direkt bei Amazon.de unter Jürgens Büchern), unzählige Stunden an topaktuellen Podcasts sowie News- bzw. Successberichte en masse „on Top“. Die Peak-Trilogie oder Power-Quest 1+2 sind, wie erwähnt, auch ideale „Start-Hilfen“. Der Quereinstieg via Power-Quest 2? Selbst das ist möglich. Jedes meiner Bücher ist, wie du weißt Niels, eigenständig anwendbar. Evtl. in Kombination mit unserem gemeinsamen Werk Peak Power oder dem Power-Quest 2-Vorgänger Power-Quest evtl. sogar noch optimaler. Doch selbst wenn ein motivierter Newcomer, den sicherlich zeitschonendsten und individuellsten Weg der persönlichen Betreuung wählt: Weder vom Lesen, noch via Coachinghandy am Ohr, jedoch auf der Couch rumsitzend, werden mehr Klimmzüge geschafft, oder ein zusätzliches Gramm Körperfett attackiert. Da bleibt es bei der „Weisheit aller Weisheiten“: Von Nix kommt Nix, oder anders augedrückt: Nur kämpfen macht stark! Also am besten sofort ran an den Speck und nie wieder ans Aufgeben denken. Machen und konstant dranbleiben ist seliger den „groß drüber reden“.

S T R I K E Jürgen :) you win again! An alle halbgaren Zweifler da draußen: Ärmel hoch krempeln und ran an die Last: Wer als Letztes den Rollator und den Treppenlift braucht, hat gewonnen. Danke Jürgen, wir sprechen uns in Frühjahr 2020!

Das ist ein Abschluss-Wort! Darauf attackiere ich als allererstes die Treppen zu Fuß in die 8te Etage unseres „Hauptquartiers“ hoch. Das war ein klasse Interview mit fairen, aber herausfordernden Fragen. So darf es sein! Beim Kardio vorhin hörte ich eines meiner Queen-Lieblingslieder: „Who Wants to Live Forever ...“ komm Niels, warum probieren wirs nicht einfach aus ;)? Also, unser Peak-Athleten-Traumleben, solange wie irgend möglich, weiterzuführen! Das ist doch ein ... ENDZIEL! Und last, but not least: Das dritte, riesengroße VIELEN DANK geht hiermit als allerletztes Wort an dich Niels: Meinen vollen Respekt, auch vor den von dir anvisierten Zielen und alles Gute.


Danke Jürgen. Deal und let’s PEAK again, ACTION!!!

Ständig aktualisierte Wettkampfresultate finden Sie unter diesem Link.

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