16,5% Körperfettanteil und „Raw Power“!

Peak-Athletin Carolin Albrecht liebt Triathlon, Pferde, Low-Carb-Power-Ernährung und ist Yogalehrerin ... aber alles bitte just for fun!
Redaktion: Sonja Walper

Wieder jemand aus unserem Autoren-Team der sich in die „Success-Stories-Galerie“ einreiht? Nicht so schnell! Carolin Albrecht ist nach Martina Jarrath erst die zweite Frau überhaupt, die die Phalanx der „starken Männer“ durchbricht! Wir stellen vor: Carolin Albrecht, Yogalehrerin aus Gera.

Neben Ihrer Peak-Athletinnen-Erfolgsgeschichte enthält dieser Bericht für echte „Peak-Insider“ wohl auch hoch interessante Informationen zur Entstehung von Peak Power und verrät auch schon das eine oder andere Detail zum neuen Buch Peak-Time. Der zweite Bestseller von Jürgen Reis verdankt wohl auch Carolin einen Teil des Erfolgs. Denn wie findet ein Mitautor aus Kiel den weiten Weg nach Vorarlberg? Niels Karwen wurde fündig – und wie – dank unserer Peak-Athletin! Eine spezielle Zugabe: Die starke Frau hat sogar einige Video-Präsentationen für unseren Newsletter freigegeben. Die Direktlinks finden Sie am Ende dieses Berichts.


Interview mit drei Multimedia Videopräsentationen zum Download als Zugabe!

„Auf Jürgen aufmerksam geworden bin ich vor etwa 1½ Jahren durch das Lowcarbforum. Mich haben seine Kraft und sein niedriger Körperfettanteil sofort fasziniert! Also surfte ich auf seiner Webseite und stieß auf sein Gesuch nach einem Online-Redakteur. Mir fiel auch sofort der passende Mann für diese Aufgabe ein: Niels Karwen. Ich machte mich gleich daran, Jürgen und Niels zusammenzubringen - das Ergebnis übertraf meine Erwartungen und ich freute mich natürlich für alle. So reihte auch ich mich gleich ab Peak Power ins Autoren-Team mit ein: als Lektorin.“

Dabei übernahm Carolin jedoch nicht das Endlektorat. Denn ob beim Peak-Prinzip, bei Peak Power, den Drucksorten zum Hörbuch oder dem Handbuch zur Trainingsplanungs-Software Peak-Log. Klar, dass das Redaktionsteam sich auch beim dritten Buch auf die Jahrzehnte lange Erfahrung von Marlies Graziadei verlässt. Never change a winning Team! Doch unsere starke Frau dieses Newsberichts befreite bereits die Peak Power Rohtexte von Niels und Jürgen von vielen Fehlern. Dies erleichterte den anschließenden Feinschliff ungemein.

„Der Stoff, an dem ich mitarbeiten durfte, ist nach wie vor sehr spannend für mich: Rund um das ganze Jahr in einer Topform zu sein, maximale Kraft bei möglichst wenig Gewicht zu erreichen - das ist auch für mich erstrebenswert.
Inspiriert davon und meiner Beschäftigung mit der Low-Carb-Ernährung, begann ich intensiver an mir zu arbeiten. Allerdings zeigte sich schon bald, dass ich entweder nicht alles haben konnte oder aber mein Training sehr gut planen und meine Ernährung ebenfalls möglichst perfekt – wenn es so etwas gibt – aufeinander abstimmen musste.

Seit etwa einem Jahr trainiere ich – mehr oder weniger – Triathlon. Das Radfahren, eher meine ungeliebte Disziplin, habe ich bis auf die etwa dreimal wöchentlichen Fahrten à 20km zu meinem Pferd noch nicht ernsthaft trainiert. Viel lieber gehe ich in der Natur laufen und überdenke dabei mein Training und meine Ernährung.“

Du hast ein Pferd?

„Ja, ich reite seit ich 14 bin sehr intensiv und viele Jahre lang täglich, außerdem bin ich einen Haufen verschiedene Pferde geritten und hatte Unterricht im Springen, Dressur und Westernreiten, so dass ich mich wohl als recht gute Reiterin bezeichnen kann. Mit 20 habe ich mir mein erstes eigenes Pferd gekauft, das ich selbst eingeritten habe und das mich vier Jahre lang begleitet hat. Nach drei pferdelosen Jahren wollte ich es wieder wissen: Im November 2006 holte ich Nelly zu mir, die ich ebenfalls selbst angeritten habe und die eine ganz umgängliche und hübsche süße Maus ist.“


Du machst außerdem Triathlon, bist also unter anderem auch Läuferin ...

„Vor knapp 6 Jahren aus Angst, dick zu werden habe ich mit dem Joggen angefangen, machte allerdings nur langsame Fortschritte. 200 m Laufen und 200 m Gehen wechselten sich ab, zirka 2 km lang, fast jeden Tag. Das war damals ganz schön anstrengend, jetzt hab ich gut Lachen: Ich laufe bisher maximal 16,5 km am Stück, und das locker mit einem Schnitt von mind. 10 km/h. Zugute kommt mir die Landschaft hier: Auf meiner regulären Waldstrecke habe ich pro 3 km schon etwa 50 Höhenmeter zu bewältigen! Sind mir anfangs noch regelmäßig die Beine abgefault, konnte ich dank in den Trainingsplan eingebautem Intervalltraining auf der Tartanbahn sowie Kniebeugen schon bald erhebliche Fortschritte machen.

Am Eisen trainiere ich schon seit etwa 2003. Allerdings ist das nicht wirklich meine Passion; es ist für mich mehr Mittel zum Zweck. Eine Steigerung von Muskelmasse und somit Kraft macht einem einiges leichter. Ich habe eine Langhantel zuhause, die insgesamt 21,5 kg auf die Waage bringt. Dabei soll es auch bleiben; ich bin wie gesagt kein Fan von Bodybuilding und trainiere lieber zweckmäßiger. Entscheidend für mich ist der Spaß an der Sache. So gehe ich zwei bis drei Mal die Woche ins Fitnesscenter, um dort im Dojo meine Flexibilität mit Dehnübungen sowie meine Koordination mit Turnen zu erhalten und auszubauen. Da ich sporadisch noch im Verein zum Turnen gehe und dies als Kind kurzzeitig betrieben habe, sind mir noch Inhalte bekannt. Dehnübungen kenne ich natürlich auch aus dem Yoga. Ich übe und lebe Yoga seit August 2004. Ich habe insbesondere im ersten Jahr fast täglich Yogastunden genossen und schnelle Fortschritte gemacht. Exakt ein Jahr später hielt ich dann stolz mein eigenes Zertifikat als Yogalehrerin in der Hand und fing auch unverzüglich an, selbst zu unterrichten.


Pure Frauen-Power: Liegestützen, Kniebeugen, Kreuzheben und Bizepscurls...

Doch kurz zurück zum reinen Kraftsport: Ich trainiere in der Hinsicht am liebsten Übungen mit dem eigenen Körpergewicht, also ohne Eisen. Mein Wochenplan sieht momentan ein diesbezüglich stark gesplittetes Training vor, weil ein Ganzkörper-Workout mich meist ziemlich fix und foxi macht. Meine Übungen bestehen aus Liegestützen, schnellen Kniebeugen ohne Gewicht, Kreuzheben, Bizepscurls mit der Langhantel, Langhantelrudern, Klimmzügen, Crunches und reverse Crunches sowie reverse Kniebeugen. Für die letzte Übung gehe ich meist ins Fitnesscenter: Mit meinen Gravity-Boots hänge ich mich an den Füßen in die Sprossenwand und ziehe mich so mit den Beinen nach oben. Als Unterstützung für Klimmzüge trainiere ich im Studio noch am Latzug, da schaffe ich dann ein paar Wiederholungen mehr.“

Und wie sieht es mit der den meisten Triathleten oft „heiß geliebten“ ersten Disziplin, dem Schwimmen aus?

„Schwimmen konnte ich immer schon recht gut und war sogar zu meinen eher unsportlichen Zeiten regelmäßig zumindest 1500 m die Woche Brustschwimmen. Ins Schwimmen vom Triathlontraining bin ich gut wieder hineingekommen; Anfang 2006 hatte ich erstmal im Triathlonverein meine Kraultechnik verbessert und konnte so nun auch länger in diesem Stil schwimmen. Trotz der Abstinenz von einem Jahr konnte ich vor kurzem dort wieder ansetzen, wo ich aufgehört hatte. Das Schwimmen selbst macht mir großen Spaß und ich bin seit Kindesbeinen mit dem nassen Element vertraut. Das Schwimmen wird im Triathlon meine stärkste Disziplin sein.“

Wie sieht es denn mit Wettkämpfen aus? Hast du welche geplant?

„Vorerst nicht; ich habe in dieser Hinsicht an noch überhaupt keinen Wettkämpfen teilgenommen, nicht mal an Volksläufen. Das liegt zum einen daran, dass ich den Sport nur um seiner selbst willen und zum Spaß betreibe, mir aber auch Zeit lasse. Ich akzeptiere, dass mein Körper besonders die Ausdauer eher langsam adaptiert, dafür aber sehr nachhaltig. Letztes Jahr habe ich mir im Mai beim Turnen eine Bänderdehnung zugezogen; ich konnte 12 Wochen kaum Sport machen. Als ich dann wieder mit Laufen anfing, konnte ich keinerlei Einbußen an meinem Trainingszustand feststellen, das motiviert auch auf seine Art!

Durch den Yoga, dessen Pfad ich auch in spiritueller Hinsicht sehr intensiv und konsequent beschreite, habe ich eingesehen, dass es für mich nicht gut ist, mich an anderen zu messen oder mich mit ihnen zu vergleichen. Wenn ich also eines Tages wirklich mal bei einem Triathlon starten sollte, dann nur, weil ich so große Lust verspürt habe, mir das zu geben. Bis dahin kann es also noch etwas dauern ;-)

Weiterhin ist es für mich interessant, zu sehen, was ich selbst erreichen kann – mit der Symbiose von Yoga, Sport und Ernährung. Denn besonders für den letzten Punkt interessiere ich mich schon, seit ich vor Jahren mit dem Laufen angefangen habe.

Seit ich zum Yoga gekommen bin, bin ich Vegetarierin. Nach und nach habe ich viel über das Thema Ernährung aus verschiedensten Quellen gelesen, meine Gewohnheiten verändert und optimiert. Als ich letztes Jahr von der veganen Rohkost erfuhr, war ich gleich begeistert und fing an, sie Stück für Stück in meine Ernährung einzubauen – natürlich nicht zuletzt mit dem Gedanken, leistungsfähiger und gesünder zu werden. Dennoch kann ich mich nicht als Rohköstlerin bezeichnen, weil ich eben nicht nur von Rohkost lebe. Das ist irgendwann vielleicht mal das Ziel, ich mache mir da wie mit dem gesamten Leben gar keinen Druck oder gar Stress. Es passiert für mich alles zum richtigen Zeitpunkt – oder auch nicht.“


Das klingt nicht nach „Jürgen Reis“ oder dem Peak-Prinzip – hat er dich gecoacht, oder sind deine Wege und Ansätze deine eigenen?

Ein Personal Coaching in dem Sinn hat es nie gegeben. Doch wie bereits erwähnt: Im Lowcarbforum haben wir bereits vor Jahren quasi „fast anonym“ Meinungen ausgetauscht und uns gegenseitig mit wertvollen Informationen versorgt. Dabei blieb es natürlich auch, als ich aktiv begann, im Redaktionsteam mitzuarbeiten. Das ist wohl einer der Riesenvorteile, wenn man mit dem Peak-Autorenteam zusammen arbeiten darf. Jürgen versorgt mich natürlich durch seine Texte mit High-End-Wissen und ich protokolliere immer wieder meine Pläne und Fortschritte, welche er entsprechend kommentiert. Ich denke mir zwar oft, speziell bei meiner, zugegeben sehr extravaganten Ernährung, wird sich Jürgen wohl oft fast provoziert fühlen ... aber naja ... völlig freies „Coaching unter Freunden“ – so würde ich es nennen ... ganz ohne fixes Ziel oder ähnlichem – so wie ich auch mein Leben genieße!

Du hast eben deine sehr spezielle Ernährung angesprochen. Wie sieht ein Tag bei dir denn momentan so in etwa aus?

„Ich beschreibe mal einen beispielhaften Low-Carb-Power-Tag:
Als erstes trinke ich morgens ein großes Glas Lapacho Tee. Dieser Rindentee soll mehr Sauerstoff ins Blut bringen und das Immunsystem unterstützen. Ob man das glaubt oder nicht, mir schmeckt er und tut mir sehr gut, nicht zuletzt sicher, weil die innere Rinde des Lapacho unter anderem Eisen, Kupfer, Kalium, Mangan, Magnesium, Lapacho, Jod, ätherische Öle, Harze, Bitterstoffe, Gerbstoffe, Saponine, Naphtochinone, Anthrachinone und Xyloidin enthält.

Etwas später starte ich dann meist mit Obst, im Idealfall mit Zitrusfrüchten, wie Pomelo oder Orangen. Ich achte immer darauf, besonders Früchte auf leeren Magen zu essen, damit sie optimal verdaut werden können.

Mit Low-Carb-Power-Tag zu Top-Leistungen

Um dann durchstarten zu können, mixe ich mir einen Eiweißshake. Kurz vorher gibt es allerdings noch einen Esslöffel Aloe-Vera-Saft sowie die Mikroalgen Chlorella und Afa in Tablettenform.
In den Shake kommen hinein: Soja-Reis-Drink, 50%iges Sojaeiweiß (20 – 30 g), Maca (5 – 10 g), die dritte blaugrüne Mikroalge Spirulina in Pulverform, Guarana, Ascorbinsäure (Vitamin C) und für den Geschmack noch etwas Carobpulver und zum Süßen etwas flüssiges Stevia.

Über den Tag ist meine Hauptnahrung Obst. Eine Avocado dazu bringt gute Fette und Aminosäuren in den Körper, genau wie eine Handvoll Nüsse (ich habe meist eine Auswahl an verschiedenen Nüssen da: Walnüsse, Mandeln, Zedernkerne, Pinienkerne, Cashews, Pistazien, Haselnüsse, Macadamia) und Ölsamen (Hanf, Kürbiskerne, Mohn, Leinsamen, Brennnesselsamen, Sesam, Schwarzkümmel, Sonnenblumenkerne).“


Klingt ja wirklich mega-gesund ...

„Ja, ich will schließlich auch gesund und leistungsfähig sein, bleiben und mich in sportlicher Hinsicht steigern. Da führt an guter Ernährung kein Weg vorbei. Deshalb achte ich auch besonders auf biologisch angebaute Nahrung und bei Nüssen und Ölsaaten auf Rohkostqualität von speziellen Anbietern. Rohe Nüsse und Ölsaaten sind leider nicht immer im Supermarkt zu bekommen - diese Ware ist meist erhitzt und somit kann man das gesunde, unverarbeitete und rohe pflanzliche Fett schon mal vergessen.

Weiter im Text bzw. meinem Tagesablauf, was die Ernährung angeht: Oft gibt es ein Lassi (indisches Joghurtgetränk) mit Zimt und Stevia, auch hier kommen Mikroalgen und Aloe-Vera-Saft als Supplemente zum Einsatz (insgesamt 2 – 3 Mal am Tag).

Meist täglich mische ich mir auch einen Sahnequark, mit Zimt oder nussigem Kürbiskernöl für den Geschmack oder ein paar Korinthen und getrockneten Berberitzenbeeren.

Kokosnuss als natürlicher, isotonischer Durstlöscher nach einem anstrengenden Lauf!

Abends ist es dann Zeit für die basische Mineralienbombe deluxe: der grüne Gemüsesaft!
Da ich die Wichtigkeit von Chlorophyll für die Gesundheit und Leistungsfähigkeit erkannt habe, findet selbst gezogenes Weizen- und Gerstengras sowie draußen gesammelte Wildkräuter (Gras, Löwenzahn, Giersch, Brennnesseln, Klee, Vogelmiere, Wegerich, Gänseblümchen, ...) allabendlich und im Idealfall auch zusätzlich -morgendlich den Weg in meine Saftpresse. Dazu kommen noch je nach Saison Möhren, Rote Bete, Schwarzwurzeln, Stangensellerie, Topinambur, Fenchel, Postelein, Feldsalat, ... hinzu. Eine super Sache – zwar recht arbeitsintensiv, aber kostengünstig.


Über den Tag trinke ich Lapacho Tee, Grünen Tee oder auch mal eine Kokosnuss; dieser isotonische Durstlöscher aus der Natur tut besonders nach einem anstrengenden Lauf sehr gut. An Obst gönne ich mir gerne leckere Exoten von speziellen Tropenkostversendern – super lecker, gesund und abwechslungsreich! Ganz neu habe ich Carobschoten (Johannisbrot) für mich entdeckt: Es ist toll zum Knabbern und Mitnehmen, es enthält wichtige Vitamine wie ß-Carotin, die Vorstufe des Vitamin A, und Mineralstoffe wie Kalium, Kalzium, Magnesium und Phosphor. Allerdings ist es mit seinen 80% Kohlenhydraten nicht gerade Low Carb, aber das muss auch mal sein.

Bananen esse ich auch schon mal, diese haben sich auch für abends bewährt und fördern ja das Einschlafen.

Halte ich diesen LC-Stil über ein paar Wochen konsequent durch, purzelt bei mir der ohnehin schon niedrige Körperfettanteil weiter: Bis dato habe ich es auf mind. 16,5 % geschafft, und das sogar mit Obst, also keiner allzu strengen LC-Form. Die goldene Regel ist für mich, auf Getreide zu verzichten – das macht nur noch mehr Hunger und setzt dann auch an.“

Körperfettanteil von 16,5 % geht locker!

Trotzdem esse ich schon mal eine Linsensuppe oder eine vegetarische Pizza, d.h. kleine Abweichungen gibt es schon.

Rohkost, Naturküche, Tees und Obst... ist das etwa der nächste Level der Peak-Ernährung, die uns im neuen Buch von Jürgen Reis erwartet?

On nein, weit gefehlt! Ich darf ja noch nicht zu viel verraten, aber eins ist sicher: Wenn ich meine Ernährungsgrundsätze in Peak-Time haben will, sollte ich das Buch selbst schreiben (lacht). Ganz im Ernst: Jürgen ist gerade was dieses Thema angeht, nach wie vor sehr zweckmäßig am Werk. Die Peak-Time-Ernährung wird genau dies widerspiegeln. Jürgen Reis schreibt gemeinsam mit Dominic Arbogast derzeit sogar an einem „Nichtkochkapitel“ – also einfachste Rezepte zum „nicht kochen“. Zwar keine Rohkost, aber eben für jeden, der die Kämpfer-Diät auf dem Weg zum Peak-Athleten praktizieren will, einfach und sicher nachvollziehbar. Ich denke, der Ansatz von Jürgen hat schon auch was: Für die meisten ist es wohl wirklich besser, sich weniger mit diesem Thema zu befassen. Sozusagen die strategische Peak-Ernährung als Werkzeug: Zum Erreichen seiner Leistungs- und Körperzusammensetzungsziele.

Es ist auch ganz klar, dass er als Leistungssportler andere Prioritäten hat. Der Einfachheit halber deckt er beispielsweise auch seinen Mikronährstoffbedarf teilweise durch Supplemente.

Du meinst also, Jürgen macht und schreibt da ganz etwas anderes, als es deiner Vorstellung von gesunder Ernährung entspricht?

Nein! So war das natürlich nicht gemeint. Die Peak-Ernährung, die Kämpfer-Diät und auch die auf der nächsten Stufe in Peak-Time beschriebenen Strategien beruhen auf tollen Grundsätzen: Verzicht auf sämtliche verarbeitete Lebensmittel, einfache Zubereitung, strategischer Einsatz von Kohlenhydraten und Ladetagen etc. Auch denke ich, dass für viele Leistungssportler Fleisch und Fisch optimal sein können. Der ganz persönliche Geschmack ist eben auch ein Thema! Nur wird Jürgen bestimmt nicht über Gemüsesäfte oder liebevoll zubereitete Salat- oder Obstplatten schreiben, noch würde er solche Techniken den Lesern empfehlen! Er ist eben ein Mann ;-) (lacht)! Doch im Ernst: Wie gesagt: Peak-Time ist ein Kraftsportbuch. Jürgen lebt das 100%ig und ich denke: Jedem das seine! Ja, da geht es nach wie vor um auf Training und Leistung fokussierte Peak-Ernährung. Das macht es sicher auch für den Leser leichter, einen für die sportlichen Ziele förderlichen und vor allem im Alltag langfristig umsetzbaren Weg zu finden. Dennoch: Unbestätigten Gerüchten zufolge soll Jürgen seit kurzem zum echten Lapacho-Tee-Fan geworden sein. Also denke ich doch, zumindest indirekt, ab und zu ein bisschen „Frauenpower“ auch ins männerdominierte Peak-Autorenteam zu bringen.

Noch einmal zurück zum Yoga... da hast du mich vorhin doch richtig neugierig gemacht! Erzähl bitte noch etwas dazu!

„Yoga Asanas sind eine tolle Sache – sie unterstützen die Kraftausdauer, und das kommt wohl so gut wie jeder Sportart zugute. Weiterhin energetisieren sie den Körper auf eine angenehme Art und Weise, verhelfen zu echter Entspannung und bringen oft sogar Kopf-, Nacken- und Rückenschmerzen zum Verschwinden. Das Halten dieser Stellungen wirkt wie eine Massage auf die Muskeln. Je nach Asana werden Geist und Körper in Konzentration, Koordination, Gleichgewicht und vor allem Körpergefühl gefördert und gefordert. Die feinstofflichen Energiezentren, Chakras genannt, werden mit Energie versorgt und untereinander ausgeglichen. Nicht umsonst fühlt man sich so entspannt, ausgeglichen und fit nach einer Yogastunde.“

Was ist dein Schwerpunkt? Wo liegen deine zukünftigen Ziele?

„Ich habe keine – so einfach ist das! Ja, ich liebe die Abwechslung! Ich bin ja auch zu nichts gezwungen und habe keine zeitlichen Begrenzungen. Ich finde es toll, was man mit dem Körper alles machen und aus ihm herausholen kann; wie er trainierbar ist. So allgemein könnte man meine Prioritäten wie folgt auflisten:

Vielseitigkeit, Beweglichkeit, Koordination, Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit. Ich liebe und lebe einfach den Sport!“


Du warst kreativ tätig...

„Ja, für alle, die noch was auf die Augen wollen, habe ich 3 Videos gebastelt.“

Download per Klick:
"Total normal"
"Weltenzahl"
Yoga-Video

Das Interview führte Sonja Walper.


zurück

DruckenDiese Seite drucken